|
|
Reviews
Das schrieben unsere lieben Medienpartner zu den Veröffentlichungen
aus dem Hause Bakraufarfita Records. Wir sagen dankeschön!
All Aboard! - Twelve Little Compliments (BFR-008, 18.09.11)
unclesally*s
This Is Mönchengladbach, not Boston: Wer "Twelve Little Compliments" das erste Mal hört, würde All Aboard! geographisch eher an der US-Ostküste verorten als in Nordrhein-Westfalen. Zu authentisch klingt der hymnisch-rotzige Streetpunk der Jungs und lässt an tolle Bands wie die Street Dogs oder Ducky Boys denken. Macht also Sinn, dass die Songs Titel wie "Boston Beer Party" tragen. Oder auch "Flutes In The Night" - eine gute Portion Folk ist nämlich auch mit dabei. Ein bisschen Melancholie und viele Ohrwürmer gibt es obendrauf - und fertig ist eines der vielversprechendsten Punkrock-Debüts der letzten Zeit aus Deutschland. Review bei unclesally*s online
Bierschinken
All Aboard! Nie gehört. Ma schauen. Find ich extrem gut. Lecker rotziger Punkrock mit toller Grölstimme. Aber nicht die Art von rotziger Punkrock, wo nur die Worte "Cops", "Beer" und "Destroy" vorkommen, sondern der von der melodischen Sorte. Also es schwingt in den meisten Liedern eine gewisse Melancholie mit - wer jetzt an ne weinerliche Power-Balladen-Band denkt muss enttäuscht werden. Denn es geht fast immer im Uptempo-Bereich ab. Mal ertönt ne Mundharmonika (To My Family) und mal wird es richtig folkig (Flutes In The Night). Anspieltipps gibt es eigentlich nicht, da hier jeder Song ein ziemlicher Treffer ist. Ich werf trotzdem mal "Boston Beer Party" und "If You'd Stay" in den Raum. Ah, Beer. Vorher sagte ich ja es geht nicht um Bier - dann halt doch, aber in dieser tresenmelancholischen Variante, hoffe der Leser versteht ungefähr was ich meine. So und jetzt noch ein ernstgemeintes Kompliment: Wenn ich mir das so recht überlege klingt das in Ansätzen wie "The Gaslight Anthem" - und das ist gut so! Review bei Bierschinken online
Xnay
Schon auf der Split mit Francesco haben mich All Aboard! aus Mönchengladbach begeistert und ich war schon gespannt auf das erste Album. „Twelve Little Compliments“ heißt die Scheibe und die Frage, ob All Aboard! das Niveau der Split auch auf Albumlänge halten können, hat sich schnell erübrigt. Sie können – und wie.
Mit „Homesick For The Road“ geht’s gleich einmal flott, rau und eingängig los und das beschreibt All Aboard! auch recht treffend. Songs wie der erwähnte Opener, „Scarred Wrists In The Darkness Of An Alleyway“ oder „Join My Way“ bleiben schnell im Ohr hängen. Die Band hat jedoch auch für genügend Abwechslung gesorgt, um zwölf Songs lang interessant zu bleiben.
So gibt es mit „To My Family“ und „Flutes In The Night“ ruhigere Nummern bei denen auch ein Folk-Einschlag zu hören ist. Vor allem das wunderschöne, akustische und melancholische „Flutes In The Night“ ist verdammt gut gelungen, einer der stärksten Songs des Albums.
Fazit: Ein gutes erstes Album der jungen Band aus Mönchengladbach. Punkrock mit rauem Gesang und eingängigen Melodien und dazwischen gibt es das eine oder andere ruhigere Stück zu hören. Sie sind zwar nicht die einzige Band, die das machen, aber All Aboard! machen ihre Sache richtig gut. Da bin ich dann schon mal auf die nächste Veröffentlichung gespannt. Review bei Xnay online
Soulseller
Hurra! Der erste Longplayer von All Aboard hat das Licht der Welt erblickt. Twelve little Compliments zeigt Punkrock auf hohem Niveau. Und so wissen die vier Jungs vom Niederrhein, neben ihren Livefähigkeiten, auch auf diesem Album zu überzeugen. Und verstecken müssen sie sich nicht.
Das Ausrufezeichen im Namen deutet schon darauf hin. Ein Querverweis zu Against Me! ist hier auf jeden Fall angebracht. Auch die Geschichte ähnelt sich. Anfänglich als Akustikprojekt geplant, wurde recht schnell eine Band aus dem Ganzen. Das war 2009, heute ist 2011 und zwölf kleine Komplimente beehren dieses Album.Und neben Against Me! finden sich weitere Referenzen. Ein wenig Hot Water Music, bisschen Rancid dazu. Punkrock, made in Germany. Es muss halt nicht immer Amerika sein. Und dies hört man auch direkt im Opener Homesick For The Road. Rauchiger Gesang und das Gefühl der Straße vereint in einem Song. Sympatisch von Beginn an. Keinerlei Abstriche macht Join My Way mit gekonnten Sing-A-Long Chören. If You´d Stay mit Akustikgitarre hinterlegt, wirkt wie der kleine, coole Bruder eines The Gaslight Anthem-Songs. Im gleichen Stil, mit wesentlich mehr Folkeinflüssen lässt sich auch To My Family unentwegt hören. All Aboard! mischen altbekanntes mit ihrem eigenen Charme und schaffen dadurch ein gutes Punkrockalbum. Die Faust zum Himmel angesetzt, die Stimmen zum Chor vereint und eines ist klar: Boston Beer Party ist die Partyhymne im Gewand der Dropkick Murphys. Wo wir wieder beim Anfangsvergleich zu Against Me! wären. Farewell könnte ohne Probleme aus der Feder eines Tom Gabel stammen.Und jetzt nicht wieder hier rummeckern, dass All Aboard! sich an den Großen orintieren. So gut und sympatisch wie die Jungs das hinkriegen, ist das schon sehr eigenständig. Und am Sonntag gehts in die Punkrock-Hauptstadt Mönchengladbach, zumindest für das Wochenende! Da feiern die Jungs ihre Release Show mit niemand geringem als Nothington! Auf auf in den Roots Club!
Review bei Soulseller online
In Your Face
EA 80, Settle The Score, Nein Nein Nein und nun ALL ABOARD! - Mönchengladbach ist sicherlich nicht für seine große bzw. pulsierenden (wahlweise auch hippe) Punkrockszene bekannt, aber in regelmäßigen Abständen spuckt der Niederrhein extrem brauchbare Bands verschiedenster Genres aus seinen Feldern und Wiesen.ALL ABOARD!, vor gut zwei Jahren geboren und seitdem extrem umtriebig und veröffentlichungsfreudig, machen aber jedoch einiges anders, als ihre bekannten Stadtbrüder. Auf ihrem auf Bakraufarfita Records erscheinenden Debütalbum findet sich kein wavig-morbider Einschlag, kein Metal, kein amüsantes Gepöbel gegen Eliten und die eigene Szene. Stattdessen: Rau-poppiger Punkrock amerikanischer Machart mit hörbarem Folkeinschlag und Texte über gebrochene Herzen, diverse Biere und den eigenen Verdruss. Das kommt vom Herzen, von nebenan und trifft meist per Raucherstimme samt Crewunterstützung innerhalb von durschnittlich zweieinhalb Minuten sympathisch-unkitschig die Mitte unserer Pumpe. So soll es sein. "Twelve Little Compliments" fröhnt dem Unspektakulären, dem Abend mit Freunden, dem Unterwegs sein. Eine Spur Romantik findet sich überall. Nicht nur in Ankern, Schwalben und Cadillacs. Musikalisch wird ebenfalls heftig geflirtet. Hier ein Lobgesang auf Far From Finished, hier ein Gruß an bordsteinkanntige Green Day-Versionen à la Banner Pilot und im Outro schielt man sogar mal gen Postcore. Die aufgebauten Tourbeziehungen der Gladbacher mit dem bärtigen Punkrock von Nothington und The Riot Before machen aufgrund ähnlicher Hobbys defenitiv Sinn. Das funkt. Immer wieder mischen sich akustische Klänge in die Punkrocksongs und manchmal wird der Verstärker auch gänzlich im Keller gelassen. Trotz vieler Liebeserklärungen und Gemeinsamkeiten machen All Aboard! aber ihr gänzlich eigenes Ding. Mönchengladbach ist eben nicht San Francisco und so klingt der All Aboard-sche Pathos nachvollziehbarer und weniger träumerisch und auch die Songs selbst sind oft schnörkelloser auf den Punkt gespielt. Schnick Schnack sucht man hier vergebens, unnötiger Ballast wird über Bord geworfen."Twelve Little Compliments" macht Spaß, ist kurzweilig und besitzt trotz aller Autofahrqualitäten den nötigen Tiefgang für die nächsten 31 "33rounds per minute". Zwar fallen einige wenige Songs (meist die etwas gedrosselten) in anbetracht kleiner Hits wie "Join My Way" oder "If You'd Stay" ein wenig ab, doch am Ende steht ein feines erstes Album, welches definitiv auch ein Kompliment verdient hat.
Review bei In Your Face online
Stageload
“Twelve Little Compliments” heißt das Debüt-Album der Mönchengladbacher Band All Aboard!. Neben einem Demo, einer EP und einer Split 7″ hat die Band nun ein komplettes Album mit – wie der Titel schon vermuten lässt – 12 saftigen Punkrocknummern aufgenommen.
Im Stile von amerikanischen Punkrock-Bands wie Hot Water Music oder The Gaslight Anthem (die bezeichnen All Aboard! als eigene Einflüsse) wird hier in die Saiten gelangt. Allerdings sollte man auch die gehörige Portion Folkrock nicht unerwähnt lassen die an einigen Stellen mitklingt. Der Opener “Homesick For The Road” geht schonmal gut ins Ohr. Der Song hat die gewisse Power, Melodie und der raue Gesang gibt dem ganzen das gewisse etwas. Erstes Highlight dann für mich Titel Nr. 3 “Fate”. Melancholie trifft auf Wut – klingt super. Der Song bewegt sich eher im mittleren Tempobereich. Danach geht es erstmal knackig und schneller weiter. Auch hier zeigt die Band, dass sie ein Händchen für Songstrukturen und Melodien hat. Was schon nach den ersten fünf Liedern auffällt: Das Album ist ziemlich abwechslungsreich und vielschichtig. Dieser Eindruck wird sich im weiteren Hörverlauf noch bekräftigen. Bei “To My Family” werden dann kurzerhand Mundharmonika und Akustikgitarre ausgepackt. Das klingt aber trotzdem nicht wie eine Ballade, da Schlagzeug und Bass dabeibleiben, sondern einfach mal anders.
Soundmäßiges Hakenschlagen scheint ein Spezialgebiet der Mönchengladbacher zu sein: “Sleepless Romantic” brettert ordentlich los, Chöre und ein Basslauf der auch von H20 sein könnte, sowie fast schon Pop-Punk Gitarrenmelodien machen den Track zum zweiten Highlight der Platte. Danach folgt ein ruhiges Duett mit der Sängerin der Hamburger Band Shellycoat, nur begleitet von Akustikgitarre und Flöte. Der Kontrast von weiblichem und männlichem Gesang steht dem Song “Flutes In The Night” ausgezeichnet. “Boston Beer Party” dürfte manchen vielleicht nicht ganz unbekannt sein, schließlich begleitet dieses Lied All Aboard! seit dem ersten Demo. Zu Recht – eine schnelle Nummer mit Ohrwurmcharakter, genau richtig um lautstark live mitgesungen zu werden. Bei allen Songs sorgt vorallem der Gesang für einen rauen Charme.
Auch der letzte Song stellt nochmal einen kompletten Kontrast zu allen anderen Songs dar. Es klingt fast als würde hier eine andere Band spielen, so verzweifelt, müde und resigniert klingt man hier. Wenn “Save Our Souls!” geschrien und dann noch im Chor “Survivors In The Storm” hinterher gesungen wird – ja Seefahrerromantik wird großgeschrieben – dann klingt das auch musikalisch im Gegensatz zum Rest der Platte außergewöhnlich.
All Aboard! haben bei ihrem Release gute Arbeit geleistet. Das Album ist äußerst abwechslungsreich und kurzweilig (was hier nicht negativ gemeint ist), hat keine Längen oder überflüssige Songs an Bord. Die Produktion sei auch nochmal lobend erwähnt, die Aufnahmequalität wirkt professionell – grade für ein Debütalbum. Da es sich aber um das erste Album handelt darf man gespannt sein, was da noch so kommt. Ich sage: Da geht noch mehr! Wer auf Ami-Punkrock steht sollte hier unbedingt rein hören. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah ist!
Review bei Stageload online
Pop Punks
Heute stellen wir euch das neue Album „Twelve Little Compliments“ der Band All Aboard! vor. Die Jungs kommen aus dem schönen Mönchengladbach, also direkt aus meiner Umgebung. Immer mehr wird mir bewusst, dass es hier nur so von guten, talentierten Bands wimmelt. Hätte man mich das vor einem Jahr gefragt, wäre ich um jede Antwort verlegen gewesen.
Jetzt kommen wir doch zum eigentlichen Review des Longplayers. Wie der Albumtitel schon sagt, erwarten uns wirklich 12 kleine Komplimente. Von Anfang an war ich begeistert von der Stimme des Sängers David, die nicht wie bei einigen Pop Punk angehauchten Bands zuckersüß ist, sondern eher rau und markant.
Der Opener „Homesick For The Road“ geht sofort ins Ohr. Hier werden keine Kompromisse gemacht, denn„ it’s good to know where I belong“! Danach folgt auch schon gleich mein Liebling auf der Platte. Der Song „Join My Way“ fängt mit einem wunderbaren Intro an. Gitarre und Schlagzeug tasten sich langsam in den Song, bis dann alle Instrumente hinzustoßen. Super melodisch und fesselnd. Die danach folgenden Songs knüpfen gnadenlos daran an. Der Break mit „To My Family“ ist ein akustisch angehauchter, fast schon Country Folk Stück. Damit hatte ich nicht gerechnet, aber wer mal etwas Ruhiges braucht, für den ist es genau das Richtige. Danach wird das Album lautstärkte technisch nicht leiser. „Sleepless Romantic“ fängt mit einem überragenden Bass Intro an. Wie ich finde, sehr aggressiv. Mit voller Kraft bringt man das zum Ausdruck was ein Mann will: „just to wake by your side“. Fast hätte ich euch angelogen, denn mit „Flutes In The Night“ haben wir noch ein komplettes Lied im Angebot, das nur von der Akustikgitarre und am Ende mit der Flöte begleitet wird. Das ist noch nicht genug, denn zusätzlich hat man sich noch eine weibliche Begleitung geholt, nämlich mit der Sängerin von Shellycoat. Es geht weiter mit einem Sing Along „Boston Beer Party“, da will man nur mittanzen und mitsingen. Der letzte zu erwähnende Song, ist auch der Letzte auf dem Album. Mit „Survivors In The Storm“ schlägt man komplett einen anderen Weg ein. Man kann keinen Vergleich zu den vorherigen Stücken ziehen. Eher langsam, mit Sprechgesang und Shouts werden die „Twelve Little Compliments“ abgeschlossen.
All Aboard! schaffen den perfekten Mix zwischen Punk Rock und einem Schuss Pop Punk. Man trifft total den Zahn der Zeit und es würde mich nicht wundern, wenn sie in der nächsten Zeit noch mehr Hörer dazugewinnen.
Review bei Pop Punks online
Useless
ALL ABOARD! existieren gerade mal 2 Jahre und haben schon einiges vorzuweisen. Neben 2 EPs sind das vor allem über 100 Livekonzerte, die in dieser kurzen Zeit schon absolviert wurden. Die Mönchengladbacher waren dieses Jahr erneut im Studio und heraus kamen 12 kleine Komplimente, die auf CD und Vinyl über Bakraufarfita, dem unaussprechlichsten Labelnamen der Welt, erscheinen.
Das Debüt, welches sich grob in die Schublade des amerikanischen, Folk-beeinflussten Punkrock einordnen lässt, würde so ebenso als Akustik-Album funktionieren. Die Midtempo Songs werden eh fast durch die Bank von Akustikgitarren begleitet, meist sogar dominiert. Einflüsse sind sowohl von THE GASLIGHT ANTHEM, als auch von den BOUNCING SOULS zu spüren. Schöner rauher Gesang, eine Prise Singer-Songwriter Flair und eingängige Melodien runden „twelve little compliments“ ab. Das ganze funktioniert vor allem in Pubs, gerne auch, wie gesagt, unverstärkt. ALL ABOARD! liefern den Soundtrack zum Biertrinken, sind dabei aber nie flach, sondern erzählen in ihren Texten persönliche, kleine Geschichten.
Ein gutes erstes Album, welches vor allem mit „sleepless romantic“, „if you´d stay“ oder „survivors in the storm“ (gebrüllt klingt übrigens auch richtig gut!) einige richtig gute und abwechslungsreiche Nummern zu bieten hat. Review bei Useless online
Musikreviews
Dass ALL ABOARD aus Mönchengladbach kommen, würde man auch nicht unbedingt vermuten, sondern sie vom ersten Eindruck her eher in Richtung Irland/Großbritannien stecken. Die Rheinländer spielen Punkrock mit Folk-Einschlag, wie man ihn von den Inseln kennt. Und das machen sie ziemlich authentisch.
Dabei liegt in der Kürze die Würze. "Twelve Little Compliments" dauert nichtmal 32 Minuten, und die durchschnittliche Songlänge ist gerade mal zweieinhalb Minuten. Die Stücke kommen schnell auf den Punkt, leben von einfachen Konstrukten, einprägsamen Melodien und hymnischen Refrains. Die Kompositionen transportieren viel britisch-irisches Flair und versetzen den Hörer gedanklich vorübergehend auf die grünen Eilande.
"Twelve Little Compliments" bringt eigentlich alle Voraussetzungen für kurzweilige Unterhaltung mit. Doch insgesamt hinterlassen zu wenige Songs längeranhaltende Eindrücke. So flott wie die Stücke in die Gehörgänge sausen, so plötzlich verschwinden sie dort auch wieder, und nach Ende des Albums bleibt das Resümee: nette Scheibe – mehr allerdings auch nicht. ALL ABOARD haben sicherlich das Potential für mehr, doch das reizen sie auf ihrem Debut noch nicht optimal aus.
Es fällt auch auf, dass zu viele Tracks dasselbe Strickmuster mitbringen und zum Höhepunkt hin einfach auf ohohoho-Chöre bauen. Mehr Variation würde nicht schaden. Meine Anspieltipps und zugleich die Stücke, die das Album letztendlich knapp über Durchschnitt heben, sind der knackige Opener "Homesick For The Road", das sinnliche "Flutes In The Night", das stimmungsvolle "Boston Beer Party" und das recht düster angehauchte "Survivors In The Storm". Was die technische Leistung angeht, dürfte noch am Leadgesang gearbeitet werden, denn der wird bei zunehmender Dynamik manchmal etwas schräg.
FAZIT: "Twelve Little Compliments" ist ein insgesamt ordentlicher Einstand für die Mönchengladbacher. Wenn sie aber wirklich ins Augenmerk der Folk-Punk-Anhänger treten wollen, müssen sie mehr Ideen auspacken und noch variantenreicher komponieren.
Review bei Musikreviews online
Crazy United
Nach einem Demo und einer Split 7" mit Francesco melden sich die Gladbacher Jungs nun mit ihrem Debüt Album zurück. Das "Problem" der 7" zieht sich auch leider auf dem Album fort. Gezockt wird hier Punk/Rock der Marke Against Me! mit leichter Folk Schlagseite. Was da gespielt wird, hat Hand und Fuß, aber es fehlen einfach die Hits, Hooks und die Trefferquote, welche man bei solch einer Musik einfach braucht um ganz oben mit zu spielen. Zu mal geht man all in all sehr ruhig und langsam zur Sache. Ein bisschen mehr Gaspedal würde der Sache gut zu Gesicht stehen. Somit hauen mich eigentlich nur "Join My Way" und "Sleepless Romantic" um.Um nicht falsch verstanden zu werden: Der Rest ist keineswegs schlecht und die Band wird ihre Fans finden, aber auf einem Album müssen einfach mehr Treffer sein. Schade. Note: 4 Marcel Review bei Crazy United online
Handle Me Down
All Aboard kommen aus Mönchengladbach. Aber vorneweg: dieses Album klingt nicht nach Mönchengladbach. Wirklich nicht…. Schon der erste Song entführt den geneigten Musikkonsumenten in die Weite der Vereinigten Staaten, in die Welt vom Springsteen Bruce und Konsorten – herrlich angenehmer(Punk-) Rock inklusive Mundharmonika und Fingerschnippen. Nachdem der Einstieg gründlich gelungen ist, geht es nicht minder gut weiter. Diesmal allerdings erinnert der Sound an die großen „Bones“ aus dem ehrwürdigen Königreich Schweden, allerdings ohne diese bloß zu kopieren. Und Song Nummer 2 ist nicht der einzige, bei dem die Schweden als Assoziation in den Sinn kommen.
Das nachfolgende Akkusitkhäppchen schmeckt ebenfalls nach mehr und lässt die Vielschichtigkeit der Band erkennen. Und so entwickelt sich im weiteren Verlauf ein vielseitiges und abwechslungsreiches Album, welches einige Einflüsse erkennen lässt (um das Namedropping fortzusetzten, seien einfach mal Gaslight Anthem oder Against Me! genannt, an wenigen Stellen auch Anti – Flag – zumindest gesanglich), ohne dabei den Eindruck zu erwecken, nach der copy & paste – Methode zustande gekommen zu sein. Insgesamt könnten böse Zungen vielleicht die Vielschichtigkeit als Indiz auslegen, dass der eigene Stil noch nicht zu einhundert Prozent gefunden wurde und man noch auf der Suche ist. Aber wer hört schon auf böse Zungen. Zum Ende hin wird das Album straighter, was den Jungs sehr gut zu Gesicht steht, ohne damit die Songs des ersten Teils der Platte verschmähen zu wollen – im Gegenteil. Live kommt das Ganze wahrscheinlich richtig geil, inklusive Fingerpointing und kollektivem Mitgegröhle!
Dickes Lob an Bakraufarfita – Records aus Berlin für dieses Release!
Fazit: Viele Einflüsse, aber auch die notwendige Eigenständigkeit. Vielleicht klingt das Album ja doch nach Mönchengladbach…. Review bei Handle Me Down online
True Trash
All Aboard! aus Mönchengladbach legen mit „Twelve Little Compliments“ ein beachtliches Debütalbum vor. Nach Demotape, zwei 7-Inches und mehr als 100 Konzerten in weniger als zwei Jahren, gibt es jetzt das erste Werk in voller Länge.
Direkt beim ersten Reinhören fällt die Stimme von Sänger David auf. Aber spätestens ab dem zweiten Song hatte mich daran gewöhnt und konnte die Musik genießen.
Laut Eigenauskunft spielen All Aboard! „Punkrock mit leichten Folk-Einflüssen“. Punkrock kann ich direkt so unterschreiben, Folk na ja. Ok, auf dem Song „Flutes In The Night“ ist eine Thin Whistle zu hören und bei „To My Family“ gibt es Mundharmonikaklänge. Aber darauf beschränken sich die Folkeinflüsse meiner Meinung nach auch.
Wie auch immer man die Musik genau bezeichnen mag, jedenfalls ist sie stimmig und gut zu hören. Mal schnell und laut mal langsamer und leiser. Aber immer ehrlich und schön rockig punkig.
Gut gelungenes Album, abwechslungsreich aber ohne dabei musikalischen HickHack zu bieten. Selbstgemachter Punkrock, dem man den Spaß der Band richtig anhört. Da dürfen noch mehr Veröffentlichungen folgen!
Review bei True Trash online
Blueprint
Mit ihrer Split-EP mit FRANCESCO wurden ALL ABOARD! erstmals bei mir vorstellig und wussten auf Anhieb zu gefallen. Gute anderthalb Jahre nach der Veröffentlichung zaubern die Jungs aus Mönchengladbach nun ihren ersten Longplayer aus dem Hut und zeigen erneut, dass sie hierzulande in Sachen melancholischer Punkrock amerikanischer Prägung ziemlich weit vorne mitspielen. Im direkten Vergleich zur genannten Split-EP bleibt zunächst festzuhalten, dass bei der Aufnahmequalität eine ganze Schippe draufgelegt wurde. Klangen die damaligen Aufnahmen noch recht dumpf, so haben ALL ABOARD! nun offensichtlich ein paar Scheine mehr investiert und können mit einem klaren und differenzierten Klanggerüst aufwarten. Was den Musikstil betrifft, ist sich die Band allerdings treu geblieben, was bedeutet, dass es auf "Twelve little compliments" ein Dutzend melodische Gassenhauer zu hören gibt, deren geistige Ziehväter irgendwo zwischen THE GASLIGHT ANTHEM und THE RIOT BEFORE zu suchen sein dürften. Am Interessantesten wird es dabei, wenn ALL ABOARD! den reinen Punkrock-Pfad verlassen und sich verstärkt Folk- und Country-Elementen zuwenden, wie etwa in dem von einer Mundharmonika unterstütztem "To my family" oder dem andächtigen, halbakustischen "Flutes in the night", bei dem man tatsächlich denken könnte, dass einem Brian Fallon persönlich aus den Boxen entgegenschmachtet. Seltsam düstere Klänge werden dagegen in "Survivors in the storm" angeschlagen, doch keine Bange: Wer so ein bravouröses Debüt-Album vorlegt, dem kann ein Sturm mit Sicherheit nichts anhaben. Review bei True Trash online
Bezirk 7
Bisher meckerte ich bei der Band immer nur über ihre Frisuren – diesmal nicht, denn es gibt keine Fotos, haha.. Spaß beiseite: Zwei 7“ Platten habe ich bereits von der Band gehört und jede hatte mir gut gefallen. Hier gibt es nun also das anvisierte Komplettalbum und das gefällt wirklich gut! Schmissiger, englisch gesungener, Punkrock mit viel Rhythmus, guten Chören und sportlicher Gangart nach vorne. „Homesick for the Road“ / „Join my Way“ / „Sacred Wrists in the darkness of the Alleyway“ / “To my Family” stehen allesamt irgendwo zwischen eigenständigkeit, gutem(!) Ami Punkrock und locker gezockten Nummern. Da wird sich nicht lange in großem Hin- und Her verspekuliert und unnötig das Gesamtprodukt aufgeplustert, sondern mit flottem Schuh nach vorne gespielt. Über allem dabei das Zepter schwingend: Die allmächtige Melodie! Kein Geschrei, kein Geknüppel, kein Chaos- trotzdem flott aus dem Ärmel geschüttelt. So knallt man zwar am Ende recht schnell durch diesen Silberling, auf der anderen Seite ist mir ein gutes, kurzes & knappes, Album aber immer noch lieber, als ein mit Gewalt gefüllter Tonträger, der an Lauf verliert.
Wirklich sympathisches Album, dass sich durch betätigen der Play Taste gerne mehrmals ins Rennen schicken lässt, ohne zu langweilen. Weiter so!
Review bei Bezirk 7 online
Ox Fanzine
Nach zwei Singles, die regelgerecht euphorisch aufgenommen wurden, kommt nun endlich der erhoffte Langspieler mit, na klar: zwölf Stücken. Doch die großen Freudensprünge darüber wollen sich nicht einstellen. Nicht dass die Songs schlecht sind, aber bei den Vorschusslorbeeren ist die Erwartungshaltung entsprechend groß. Schon beim Opener „Homesick for the road“ hat man das Gefühl, dass noch irgendetwas kommt, was aber leider nicht passiert. Vor allem vermisse ich das Zwingende und gnadenlos mitreißende Refrains. Einzig mit dem treibenden „If you'd stay“ und dem bereits bekannten „Boston beer party“ gelingt es den Jungs vom Niederrhein, dem erhofften Klangbild zu entsprechen. Mit scheint, als ob der Mix zwischen breitbeinigem Street-Punkrock und Folk-Einflüssen noch nicht funktionieren will und die SWINGIN' UTTERS-Liga noch warten muss. In deren Relegation sind sie aber mit den genannten Songs und „Join my way“, das mit hymnischen Chören einen motivierenden Energieschub liefert, vorne mit dabei STRIKE ANYWHERE werden wohl auch gerne gehört („Sleepless romantic“). Neben den üblichen Zutaten gefällt mir, dass die Instrumente hier nicht nur auf Lärm getrimmt sind, sondern mit einer gewissen Zurückhaltung für Spannung gesorgt wird – nur eben nicht auf voller Länge. Man skipt sich einfach stets zu den „Hits“. Trotzdem, falls ihr etwas Gutes für die heimische Szene tun wollt, greift am besten zum blauen Vinyl, inklusive Poster und Download-Code, und vor allem: geht auf die Konzerte der vier „Seemänner“. Mehr Komplimente dann beim nächsten Longplayer (7) Review in der Ausgabe #98
Francesco / All Aboard! - Split 2010 (BFR-006, 11.06.10)
Handle Me Down
Wie heisst es immer so schön? Man sieht sich immer zweimal im Leben! Meist hat das einen faden und bedrohlichen Beigeschmack, doch im Falle von FRANCESCO darf man diesen gern benutzten Ausspruch als rein positiv betrachten. Denn auch wenn das letzte (mir bekannte) Lebenszeichen der Jungs schon mehr als fünf Jahre zurückliegt, so ist ihr Name immer noch präsent. Denn ihr damaliges Demo machte durchaus Laune. Und so positiv wie sie noch in Erinnerung sind, biegen sie mit „Never Give Up“ auch gleich um die Ecke. Schnörkellos wie eh und je, mit einer Menge Elan und rauem Gesang. JAWBREAKER oder Mike Ness seien hier einfach mal in den Raum geworfen. Und das sie durchaus in der Lage sind kleine Hymnen zu schreiben, zeigen sie spätestens mit dem Ohrwurm-trächtigen Refrain. Auch das folgende und schnellere „The Call Of The Wild“ weiß zu gefallen, wobei ihr erster Song einfach mehr Potential hat. ALL ABOARD! aus Mönchengladbach fallen da etwas ab. Der Sound wirkt nicht so kräftig und zumindest bei “Odyssey To A Better Life” hört sich der Gesang auch sehr deutsch an. Mit „Broken L.P.´s In The Backyard“ haben sie dann noch eine schnellere Nummer mit im Gepäck, die gleich auch mehr nach vorn geht. Feines Ding, beide Bands sollte man mal antesten! Review bei Handle Me Down online
Waste Of Mind
Mit FRANCESCO aus Berlin und ALL ABOARD! aus Mönchengladbach haben sich zweite nette deutsche Bands für diese Split 7inch zusammen gefunden und jeweils zwei neue Songs beigesteuert. Musikalisch liegen Beide irgendwo zwischen Bands wie Face to Face und Nothington. Nach den Liveshows die ich in letzter Zeit von beiden Bands gesehen habe, hatte ich eigentlich vermutet das ALL ABOARD! besser abschneiden würden auf dieser Split, aber dem ist nicht ganz so.
FRANCESCO präsentieren mit „Never Give up“ und „Call of the Wild“ wohl ihre beiden bisher besten Stücke, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass sie sich vor allem bei dem ersten Song endlich mal ein wenig flexibler und Abwechslungsreicher zeigen. Auch wenn man über ihre bisherigen Platten nicht wirklich meckern konnte, fehlte denen einfach ein wenig die Abwechslung, da die Band sich leicht wiederholte und zumindest bei diesen beiden Songs scheint es so als ob sie das endlich mal in den Griff bekommen haben.
ALL ABOARD! legen mit „Odyssey to a better World“ los und während ich sie live als eher schnelle und sehr kraftvolle Band in Erinnerung habe, kommt der Song nicht aus dem Midtempo Bereich heraus und kann zwar durch nette Harmonien glänzen, liegt aber eben abseits von ihrem Livesound und etwas mehr Druck würde ihm sicherlich gut tun. Nicht viel anders sieht es auch bei „Broken L.P.s in the Backyard“ aus, der ebenfalls ganz ordentlich ist, aber eben noch das Gewisse extra vermissen lässt, wobei vielleicht auch einfach noch bei mir mitspielt, dass die beiden Liveshows die ich gesehen habe, die Messelatte recht hoch gelegt haben. Review bei Waste Of Mind online
Verbotene Früchte
Ja da stehe ich jetzt ganz schön in der Zwickmühle.
Einerseits sind die 2 Songs auf dieser Split-CD von FRANCESCO und ALL ABOARD! ganz gut, andererseits sind mir 2 Songs á 2-3 Minuten viel zu wenig um einen aussagekräftigen Bericht über die beiden Bands zu machen.
Also Teile ich jetzt alles mal ein bisschen auf.
Zunächst einmal gefällt mir FRANCESCO aus Berlin mit Ihrem kräftigen Punkrock eindeutig besser als ALL ABOARD! aus Mönchengladbach, die etwas softer mit ihrem Melody-Rock aus den Boxen kommen.
Etwas zu soft für mich…. Aber immer noch recht nett.
Aber das sind ja nur kurze Eindrücke, bei den 4 - 5½ Minuten pro Band. Wie gesagt viel zu kurz um sich eine fundierte Meinung zu bilden. Sollten aber die weiteren Songs beider Bands ähnlich wie ihre Songs auf dieser Split-CD sein, würde ich:
FRANCESCO 8 Punkte und ALL ABOARD! 6 Punkte geben.
Da mir die 2 Songs pro Band aber viel zu wenig sind, gibt es für die Aufführung der Split-CD nur 5 Punkte !!!!
Review bei Verbotene Früchte online
Shitletter
Mal wieder so ein sympathisches Release, bei dem sich zwei nette Bands sowie eine handvoll netter Label zusammen gefunden haben, um eine Split-7″ rauszuhauen. Dieses Release könnt ihr euch, soviel sei vorab gesagt, getrost in den eigenen Plattenschrank stellen…
Für die A-Seite zeichnen sich Francesco verantwortlich. In Berlin schon länger keine unbekannten mehr, kann man den Jungs nur wünschen, dass diese 7″ den Weg aus der Hauptstadt heraus findet, denn die zwei Songs haben es wahrlich in sich. Schöner, hymnischer Punkrock der nicht unbedingt im Höchsttempo daher kommt, dafür aber umso netter Melodien bietet. Die Stimme von Frontmann Oscar passt optimal zum Sound, Parallelen zu Amikapellen wie Nothington werden unmittelbar ersichtlich.
All Aboard füllen die B-Seite mit zwei weiteren Songs. Stilistisch bewegt man sich in durchaus ähnlichen Gefilden, geht allerdings noch einen Tick ruhiger und folkiger ans Werk. Es darf fleißig mitgesungen.
Fazit:
Wenn man hier unbedingt einen Sieger ausmachen will, dann sind das aus meiner Sicht Francesco. Muss man allerdings gar nicht, denn letztlich können beide Bands überzeugen. Man kann mit dieser 7″ also nichts falsch machen. Wer zuschlägt bekommt nicht nur gute Musik, sondern unterstützt auch noch kleine Bands und sympathische Label. Von mir aus also beide Daumen hoch.
Review bei Shitletter online
Pinhead
Die Cover sind gleichermaßen irreführend wie treffend. Wie erwartet ist das hier perfekte Musik, um im Sommer die Sonne zu genießen. Doch nicht unbedingt Gigolo kompatibel. FRANCESCO klingen nämlich nicht wie das Cover vermuten lässt nach Ital-Schlager. Sondern nach gut gemachtem melodiösen US Punk mit rauhem Sänger. Sozusagen Melodycore im mittleren Tempobereich trifft Streetpunk. Gleich ihr Opener „Never give up“ ist tatsächlich ein Reisser, zu dem man in der Abendsonne entgegen cruisen möchte! Die Berliner ALL ABOARD sind dagegen etwas verhaltener produziert und ganz leicht schleicht sich mir da gar ein Gedanke an die BOXHAMSTERS auf englisch ein. Doch dann entpuppt sich das ganze einfach als melancholisch rockiger Punkrock mit gutem Händchen für Chöre andem man ebenfalls nur gute Seiten entdeckt.
Das einzige was MICH an der Scheibe stört, ist natürlich dass ich sie einzig als Downloadcode kenne, und nicht das lobenswerte 7“ Vinyl knuddlen kann. Review bei Pinhead online
Mindbreed
Aus dem Hause Bakraufarfita Records/Tanzbär Records/Hectic Society Records/Feier Mettel Records kommt eine E.P., die man nicht alle Tage findet. Zwei Bands spielen jeweils zwei Songs. Francesco und All Aboard! teilen sich die „Split E.P“.
Fangen wir mit den Songs von Francesco an. Die zwei Tracks „Never give up“ und „The call of the wild“ sind beide solide und kraftvoll. Zwei gute-Laune-Songs, die durch eine gute Produktion und einen kraftvollen, aber nicht zu rauen, sondern melodischen Gesang bestechen. Francesco klingen auf diesen zwei Songs wie vornehme Punks. Punkig, aber eben nicht zu dreckig und rauh. Die Lyrics sind durchgehend auf Englisch; Francesco hören sich auch sonst überhaupt nicht Deutsch an.
Nach den zwei sehr flotten Francesco-Songs wird es mit All Aboard! ruhiger. „Odessey to a better life“ ist fast ein wenig brav. Dieser Song hat keine dreckigen Gitarren, dafür einen mehrstimmigen Background-Chor. Auch der zweite Titel „Broken L.P.’s in the backyard“ schlägt ruhigere Töne an. Auch bei den Mönchengladbachern käme man nicht auf die Idee, dass sie aus Deutschland stammen.
Für eine Punk-E.P. ist „Split“ sehr abwechslungsreich und auch die Songs verfügen über Potenzial. Von diesen Bands wird man sicherlich in Punkkreisen noch hören. Review bei Mindbreed online
Useless Fanzine
Hinter der auf den ersten Blick recht unscheinbaren EP im vergilbten Cover verbirgt sich ein Schätzchen melodischen Punkrocks. Die beiden Vinylseiten (übrigens inkl. Downloadcode) teilen sich FRANCESCO aus Berlin/Braunschweig und ALL ABOARD aus Mönchengladbach. ALL ABOARD lassen aufhorchen, klingen stellenweise fast schon wie eine Demoaufnahme eines kleinen Bruders von Gaslight Anthem, was natürlich nur auf die musikalische Ebene bezogen ist, denn der Gesang besitzt selbstverständlich nicht die Prägnanz von Brian Fallon, aber welcher Sänger tut das schon… Die beiden Songs der Mönchengladbacher kommen mit fast schon cleanen Gitarrensounds, rock´n´rolligem Flair, dürften aber keinen Gang weiter zurück schalten, denn dann würde gebremst. Etwas mehr Emotion und Power im Gesang wären wünschenswert und das Ding wäre perfekt.
FRANCESCO können bereits mit dem ersten Song in punkto Songwriting und Melodie überzeugen und verlangen nach mehr Material der Band. Gerade die Kombination aus dem rauen Männergesang mit weiblicher Chorusunterstützung ist nicht nur eingängig, sondern schreit fast schon nach Gänsehaut. FRANCESCO fliegen mit ihrem Punkrocksound ganz klar über die Überholspur.
Die gesamte EP mit ihren 4 Songs ist ein gutes Stück Musik, welches zwar vom Soundmix her nicht richtig überzeugen kann, aber mit guten Songs und Melodien punktet. Review bei Useless Fanzine online
Crazy United
Sind wir doch mal ehrlich.Bei ner Split 7" geht es doch, wie im allgemeinen bei Split Geschichten doch eh nur darum, welche Band besser ist und das Rennen macht. Scheiß auf den Spaß den beide Bands hatten und die ach so tolle Freundschaft die dabei entstanden ist oder die es vorher schon gab. Spaß beiseite. Francesco zocken coolen, straight und kraftvoll gespielten Rock mit viel Melodie und schönen Chören, die sofort ins Ohr gehen. Da tritt man direkt fester auf`s Gaspedal. Nicht ganz so druckvoll kommen All Aborad daher. Hier wird melodiöser Indie Rock gezockt, auch schön eingängig, aber deutlich relaxter als bei Francesco.Coole Chöre, vor allem bei "Odyssey to a better life", wo sich auch ein Mädel beteiligt hat. Aber der Verglich mit Against Me im Info geht gar nicht. Dann schon eher Descendents. Coole Mucke für den Rest des Sommers. Der 7" liegt ein Gutschein mit Code bei, da kann man sich die Songs der Platte runterziehen. 2/3 Marcel Review bei Crazy United online
Burn Your Ears
Split 7inches sind eine gute Möglichkeit, Songs zu veröffentlichen und als junge, noch etwas neue Band etwas in der Hand zu haben, womit sich zeigen lässt: „ Hallo - das sind wir und das machen wir musikalisch!“ In diesem Fall haben sich FRANCESCO aus Berlin und ALL ABOARD! aus Mönchengladbach zusammengetan. Beide Bands passen musikalisch eigentlich ganz gut zusammen, liegen sie doch beide im melodischen Punkrockbereich irgendwo zwischen HOT WATER MUSIC und FACE TO FACE.Jede der Bands hat insgesamt zwei Songs beigesteuert. FRANCESCO präsentieren „Never Give Up“ und „Call Of Wild“. Beide Songs gehen gut ins Ohr und zeigen, dass die Band wirklich gute Punkrocksongs schreiben kann. Außerdem steht hier Abwechslung im Vordergrund, wodurch beide Songs es in sich haben. Das macht Laune auf mehr, ist allerdings viel zu schnell vorbei.Auch ALL ABOARD! haben zwei Songs verewigt. Allerdings offenbart das Quartett hier eine Schwäche. Der erste Song „Odyssey To A Better World“ ist ein echter Hit. Das Lied geht sofort ins Ohr und lädt zum Mitsingen und Abfeiern ein. Dieser Song zeigt, warum die Gladbacher live immer eine Bank sind.
Der zweite Song aber - „Broken L.P.s in the Backyard“ - fällt etwas ab und kann das hohe Niveau vom Opener nicht halten. Der leicht folkig angehauchte Sound von ALL ABOARD! kann aber auch hier überzeugen und macht ebenfalls Lust auf mehr.
Insgesamt ist diese Split 7inch wirklich gut geworden und enthält insgesamt drei wirklich gute Songs, wovon einer überragend ist und einer etwas schächelt. Dennoch, diese Scheibe präsentiert zwei Nachwuchsbands in guter Form. Einfach gut! Review bei Burn Your Ears online
PitXplorer
Vinyl Fans aufgepasst, denn am 11. Juni 2010 erscheint via Bakraufarfita Records (BFR006)/Tanzbär Records (TB008)/Hectic Society Records (HSR002)/Feier Mettel Records (FM016) (aähm... Labelwirrwarr?) die 7inch Vinyl-EP mit jeweils 2 Songs des Berliner und Braunschweiger (Punk-) Rock - Freundeskreises FRANCESCO und der aus Mönchengladbach stammenden Punkrockband ALL ABOARD.
Für Schlappe 4 € ist die "Kurz"rille im Online Shop von Bakraufarfita Records inkl. Downloadlcode zur Beschaffung der digitalen Version erhältlich. Ob es sich lohnt? Für Vinylfans wahrscheinliche alleine wegen des Materials. Und für alle anderen? FRANCESCO bieten Punkrock, ohne viel Druck dabei auszüben. Auch wenn auf dem Bandfoto nur Kerle zu sehen sind, so klingt der zweistimmige Refrain-Gesang bei "Never Give Up" doch eher als Begleitung einer weiblichen Person. Die rotzige Art von "The Call Of Wild" kann mich da schon eher überzeugen.
ALL ABOARD steuern die Songs "Odyssee To A Better Life" und "Broken LP's In The Backyard" bei. Beide Songs klingen etwas gemäßigter als die der Splitparter und die Band scheint vom mehrstimmigen Gesang - bei manchen Parts - überzeugt zu sein. Als erstes kommt mir bei den Songs bider Bands ein nicht ausverkaufter Gig in einem kleinen Club in dem Sinn, in dem beide Bands zusammen mit dem Publikum ihre eigene kleine Bierlaunen Party feiern. Echte Begeisterungstürme wird die Vinyl Scheibe wohl nur im engsten Freundeskreis ernten. Und wenn der nicht größer als 500 Leute umfasst, dann ist bestimmt auch noch für den ein oder anderen Leser ein Exemplar der limitierten Auflagen übrig. Review bei Musikchannel online
Musikchannel
Rechtzeitig zum um sich greifenden Ausnahmezustand der Festivalsaison veröffentlicht eine Hand voll Deutscher Indie-Labels eine Split-EP, die dem Dem-Bier-Nicht-Abgeneigten Pogofan das Wasser im Munde zusammen laufen lässt.
Den Durst nach simplem, melodischem Punkrock löschen die deutschen Szene-Vertreter Francesco und All Aboard! Hier wird nicht experimentiert, sondern sich auf das verlassen, was diesen Musikstil immer noch so beliebt macht wie damals "back in the days...". Einfache Riffs, ein treibender Rhythmus und jede Menge Mitgröhl-Parts sorgen für zufriedene Gesichter bei geneigten Punkrock-Fans. Review bei Musikchannel online
Riot Radio
Hehe da brauch ich ja fast 2 Zeilen für die Labels ;)
Zu den Äußerlichkeiten der Single kann ich nichts sagen, da ich zum Bemustern die Songs per Download-Code bekommen habe.
Ein solcher soll auch löblicher Weise der Vinyl-Scheibe beiliegen, so dass man auch unterwegs mit Musik versorgt ist.
Los gehts mit den beiden Songs von Francesco, die haben bei ordentlich Power und noch dazu gute Melodien und den passenden rauen Gesang, vor allem Never Give Up geht gut ins Ohr.
Danach geht's weiter mit All Aboard! und die brauchen sich wirklich nicht auf der 2. Seite zu verstecken. Etwas ruhiger, straighter und nachdenklicher mit eindringlichen Refrains und Chören beides mitgröhl-tauglich, sehr nett, jawoll!
Zu meiner Überraschung gibt es doch immer wieder ein paar deutsche Bands die nicht nur Ufta-Ufta machen :) Review bei Riot Radio online
Bierschinken.net
Hier. Du machst! Mit diesen Worten bekam ich vom Fö die Francesco/All Aboard Split auf's Auge gedrückt. Allet klar, Chef. Du sagen, ich machen! Das Konzert in Dortmund habe ich ja leider auf Grund von persönlicher Faulheit verpasst (scheint sehr lustich gewesen zu sein...), dafür konnte ich mich aber bereits auf dem Bierschinken-Festival in Berlin von Francescos Livequalitäten überzeugen! Aber genug des Geplänkels, kommen wir zur Platte: sowohl Francesco als auch All Aboard sind mit jeweils zwei Songs dabei. Macht nach Adam Riese vier mal guten, schnörkellosen Punkrock. Wobei Francesco in meinen Augen besser abschneiden, weilse einfach mehr Gas geben, druckvoller spielen und der Sänger die geilere Stimme hat, All Aboard wirken dagegen etwas zahnlos. Ist aber nur meine bescheidene Meinung, vielleicht seht ihr das ja ganz anders. Leute, die mit Hot Water Music, Nothington oder auch den Donots was anfangen können, sollten hier mal ein Ohr riskieren!. Review bei Bierschinken online
Frau Mansmann - Arbeitstitel Männermusik (BFR-005, 28.11.09)
Bierschinken.net
Geil, endlich ne neue Veröffentlichung von Frau Mansmann! Die Aufnahmen haben zwar auch schon über 2 Jahre auf dem Buckel, aber wen kümmert's. Direkt im ersten Lied "Auf'm Klo" wird klargemacht, wo man heutzutage die Hits zu schreiben hat, und von denen hat die CD gleich fünf. Feinster Asi-Punkrock! Wie gehabt geht's zweistimmig zu - Azis gepresst-raue Mainvocals treffen auf Bönx' zartes Hintergrundgeschreie (keiner kann so schön Oi!Oi!Oi!...äh...rufen). Etwas aus dem Rahmen fällt "Motorolle", da macht Bönx nämlich den Fronter - is dafür der Knüppelsmasher auf der Platte.
Textlich allererste Sahne, Proll-Rock'n'Roll wie er sein muss. Selbstabfeierei und Suff. Die Scheißegal-Attitüde bei "Nicht vor meiner Tür" ist einfach herrlich auf den Punkt gebracht, Frau Mansmann's Beitrag für den Klimawandel.
Rundum gelungen das Teil, abwechslungsreich, jeder Song ein Knaller - wer sich die CD nicht besorgt ist einfach mal selber schuld. Inzwischen haben Frau Mansmann übrigens sowas wie ne feste Bandbesetzung und wollen wieder öfter auftreten - also hopp, hingehen! Oder direkt buchen!. Review bei Bierschinken online
Nihao? - Aggroschlager (BFR-004, 01.12.09)
Verbotene Früchte
Man nehme FARIN URLAUB, TERRORGRUPPE (alternativ geht auch THE BOTTROPS) und THE WOHLSTANDSKINDER (aber die ganz alten Songs), schütte diese drei Punkrock-Helden in einen Cocktailshaker und nach kurzen kräftigen schütteln (dabei aber schön im melodischen Rhythmus bleiben!) kommen NIHAO? als flottes, rockiges Getränk heraus. Das die 4 Jungs aus Berlin kommen, dürfte wohl auch kein Zufall sein. Das riecht man aus den 12 Songs plus Intro und Leersong mittendrinne, auch irgendwie heraus ! Das muss wohl an der Stadt liegen ! Auf jeden Fall hat die Hauptstadt mit NIHAO? eine Attraktion mehr ! Ihr Debütalbum geht mir auf jeden Fall nicht mehr aus dem Kopf ! 39 Minuten geilsten melodischen deutschsprachigen Punkrock !
Einen Anspieltipp gibt es allerdings nicht, sondern gleich 12 an der Zahl, was will ein Punkrock-Herz mehr ?
Normalerweise würde ich volle Punktzahl für NIHAO? geben, aber dafür müsste auch das Booklet passen aber das liegt mir leider nicht vor. Deswegen nur 9½ Points Review bei Pinhead online
Pinhead
Bei dem Titel Aggroschlager und dem feschen Mädel auf dem Cover war ich ja doch erst einmal sehr gespannt, was mich hier erwarten würde. Schlager Trash? Leichte (simple) Schunkel Melodien mit bissigen Texten?? Tatsächlich klingt dieser Aggroschlager beim Intro erst einmal ein wenig „hard'n'heavy“, bevor sich das ganze dann als melodischer Funpunk entpuppt. Sommermelodien mit Texten die sich gern um Herzschmerz oder die kleinen Reibereien des Alltags drehen, doch auch mal ein bissle bös daherkommen. Sehr Teenagerkompatibel und tatsächlich klingts in meinen Augen alles doch so austauschbar, dass mir nur einfach : „Nett“ dazu einfällt... Wobei man tatsächlich mit „(Ein Leben für den) Rock'n'Roll“ und „(Ich fühl mich so)Emo“ auch kleinere sehr eingängige Hits im Repertoire hat! Review bei Pinhead online
Mindbreed
Die beiden kleinen Wörter Aggro und Schlager einzeln für sich betrachtet lösen bei Freunden des guten Musikgeschmacks vermutlich erstmal keine allzu großen Begeisterungsstürme aus. Doch ähnlich wie Minus mal Minus Plus ergibt, resultiert im Fall von Nihao? aus der Addition von Aggro und Schlager etwas überraschend Positives – ein poppig, frisches Punkrock Album, das beim Hören einfach für supergute Laune sorgt. Und dem kann nicht mal der vertretene Seitenhieb auf die ewig missverstandenen Anhänger der Emo-Szene – kurz “Emosong” Abbruch tun. Ganz im Gegenteil, natürlich weiß auch der im Verhältnis zum übrigen Soundmaterial recht leise und bedacht klingende Titel, dem geneigten Hörer ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.
Abgesehen von diesem kurzen Abstecher in seichtere und akustisch interpretierte Gefilde, zeichnet sich das Debutwerk der vier Berliner Musiker, die hinter Nihao? stehen durch konsequent flotten Sound aus, der ohne Umschweife im Ohr hängen bleibt. Die perfekte Ergänzung bilden hierbei die deutschsprachigen Texte, die auch wenn sie nicht immer ganz rund klingen, spätestens beim zweiten Durchgang zum hemmungslosen mitsingen einladen. Recht schnell wird klar, dass Titel wie “Gabi” oder “Romeo und Julia” geschrieben wurden, um auf der Bühne, vor feierndem Livepublikum, gespielt zu werden. Und dass die Akkorde von Nihao? im Rampenlicht ihren wahren Charme erst vollends offenbaren, konnten die Berliner bereits bei diversen Auftritten, u.a. im Vorprogramm der The Bottrops, oder Serum 114 zweifelsfrei unter Beweis stellen.
Und spätestens jetzt fällt endgültig der Groschen, bei Allen denen der Begriff „Aggroschlager“ doch irgendwie dunkel bekannt vor kam. So war es niemand geringeres als die legendäre Terrorgruppe die anno dazumal den Begriff „Aggropop“ prägte und deren legitime Nachfolgeband – auch wenn Sie sich selber nicht gerne als solche bezeichnet sehen – nun mal die The Bottrops sind.
Und somit schliesst sich der Kreis. Und wir müssen feststellen, dass Nihao? das Rad vielleicht nicht neu erfunden haben, aber dennoch mit ihrem ganz persönlichen “Aggroschlager” altbewährtes mehr als gekonnt umzusetzen vermochten. Cleaner Gesang, rockige Gitarren, Drums und hier und da ein paar Bläser bilden eine absolut stimmige Einheit. Dabei droht das harmonische Gleichgewicht zu keinem Zeitpunkt zugunsten der Aggressivität des Unwortes “Aggro”, oder gar der Kitschigkeit des Schlagers zu kippen.
Manch hartgesottenem Punkvertreter mag das Ganze daher vielleicht etwas zu weichgespült daher kommen, Freunde von anständiger deutschsprachiger Rockmusik werden am Ergebnis aber mit absoluter Sicherheit ihre wahre Freude haben.
Also: Album kaufen, zu Hause feiern und sich schon mal auf´s nächste Nihao? Konzert freuen!!! Review bei Mindbreed online
In your face
Ein bedeutungsschwangeres Fragezeichen am Ende und ein Bandname, den man mal so gar nicht einordnen kann, machen natürlich erstmal neugierig und deshalb musste ich vor diesem Review gleich erstmal den Suchmonopolisten und Datensammler aufrufen und den Bandnamen NIHAO? nachschlagen. Als erster Treffer findet sich ein Restaurant, das auf den Namen "Ni Hao" hört und die weiteren Suchergebnisse machen schnell klar, dass es sich um einen chinesischen Ausdruck handelt und wohl so etwas wie eine Begrüßungsfloskel ist. Ein chinesischer Bandname mit Fragezeichen, ein deutscher Albumtitel ("Aggroschlager") und ein relativ nichtssagendes Cover mit einer blonden Frau in weißem Kleid - na, wir lassen uns mal überaschen, was das für eine musikalische Mischung ergibt.Die Berliner NIHAO? machen im Prinzip nichts sensationell Neues, denn auf diesem Album wird dem geneigten Hörer Poppunk mit deutschen Texten und Bläsern serviert. Eine keineswegs wilde Mischung aus DIE ÄRZTE, FURT und BLINK-182 erwartet uns hier in 12 schnell ins Ohr gehenden Kompositionen, die zwar allesamt durchaus in Ordnung gehen, aber an vielen Stellen trotz der guten Produktion etwas infantil daherkommen und sicherlich auf ein jüngeres Publikum schielen. Gerade die deutsche Sprache erweist sich all zu oft als problematischer Störfaktor, denn obwohl wir sie alle im Schlaf sprechen können, ist es nur den wenigsten vergönnt, großartige Texte in ihr zu verfassen. Daran kann man sich nun stören oder eben auch nicht: Fakt ist aber, dass englische Texte - seien sie auch noch so platt und schlecht geschrieben - immer über solche Defizite hinwegtäuschen können. Die Texte von NIHAO? sprechen mich persönlich leider überhaupt nicht an, bzw. stellen für mich sogar einen recht großen Störfaktor dar und deshalb würde dieses Album sicherlich auch besser wegkommen, wenn ich kein einziges Wort von dem, was die Berliner hier singen, verstehen würde.Eine kleine Aufklärung zum Schluss soll es aber noch geben. Das Coverartwork mit der in weiß gehüllten Blondine hat durchaus eine Bedeutung, denn auf der Rückseite der CD sieht man, dass sie hinter ihrem Rücken einen Migränestift (auch Baseballschläger genannt) verbirgt. Im Booklet finden sich weitere Fotos von ihr mit einem Messer und einer Axt - damit ist sie also die bildliche Darstellung des Gegensatzes, den auch der Titel "Aggroschlager" darstellt. Alles in allem nicht wirklich schlecht, aber auch kein absoluter Knaller. NIHAO?'s "Aggroschlager" ist ein Album für den schnellen Konsum - es überfordert niemanden und tut keinem weh! Lässt aber auch noch viel Luft nach oben offen! Review bei In your face online
Bierschinken.net
Früher hieß das Pop-Punk oder Power-Pop, heute eben"Aggroschlager" - so betiteln Nihao? ihren Musikstil und bequemerweise auch das Debütalbum. Gar keine so schlechte Wahl, trifft nämlich zu. Auch wenn sowohl "Aggro" als auch "Schlager" eher negative Assoziationen wecken. Mir persönlich könnte es ruhig ein wenig mehr Aggro sein, teilweise ist zumindest mir der vokaldehnende Gesang zu schmalzig. Geschmackssache, kennt man ja schon von der Vorgängerband Lightkultur.
Sänger Schwecke und seine Mitstreiter bewahren sich das Gefühl für einprägsame Melodien und Texte abseits vom üblichen Klischeegeseiere. In einer gerechten Welt würden Nihao? die deutschsprachige Rockmusik retten und neuen Ufern entgegen führen - was sich da heutzutage so im Radio tummelt kann man ja nun wirklich niemanden antun. Aber in einer gerechten Welt leben wir nun mal nicht, was Nihao? auch in den kritisch angehauchten Stücken "Märchen" und "Fremd" zum Ausdruck bringen. Das sind übrigens auch meine Favoriten auf der CD. Ansonsten, wie fast schon zu erwarten, richten sich gleich mehrere Stücke an die weibliche Hauptperson, aber auch eine Ode an den Rock'n'Roll und eine an die Freundschaft ("Poco Loco") gibt es zu entdecken. Achja, wo wir grad bei Entdecken sind, ein akustisches Bonusstück über Emo hat sich auch noch auf die CD geschlichen. Hm. Und musikalisch? Ja, poppiger Punkrock, bei "Gigolo" auch mal mit Bläserunterstützung - was etwas an die Wohlstandskinder erinnern lässt. Geht alles wunderbar ins Ohr (bis auf den erwähnten Schmalz, hähä) und macht Lust auf mehr. Ja, warum eigentlich nicht. Nette Scheibe. Review bei Bierschinken online
Delikat - Death, Liquor, Kicks and Trombones (BFR-003, 13.03.09)
Bierschinken.net
Nun denn, dann besprech ich mal die neue CD von Delikat. Dazu muss man sagen, dass ich wohl bei kaum einer Band so voreingenommen bin, schließlich kenn ich die Jungs und das Mädel quasi schon länger als es die Band gibt und konnte schon so einige Schnäpperken mit ihnen fegen - von selbstgemixtem Mexikaner bis hin zu 80prozentigem Strohrum. Und da soll ich nun ne objektive Rezension hinkriegen? Scheiße.
Schonmal vorweg: Geiles Teil! Auf 8 neuen Stücken (und einer Coverversion) punken, skanken und rocken sich Delikat durch ihre Welt, für die "Skapunk" wohl eine allzu einfache Umschreibung wäre - mit Kirmesmucke der örtlichen Uffta-Schülerkapelle-mit-Trompeten-drin hat das nämlich nichts zu tun. Schön fette Produktion, so gut wie kein Song ohne Gitarrensolo und auch die straighten Bläsersätze haben ihren festen Platz - nie nervig aufgesetzt sondern musikalisch integriert.
Zufälligerweise spielt das Thema Integration auch in "The Kids" eine Rolle, da gehts nämlich um die Zustände in Neukölln. Its's riot! Gibt aber auch gemächlichere Texte, von Fernweh und Fleischkonsum ("I eat meat" ist die Fleischesser-Hymne schlechthin!) bis hin zu den bösen Wirtschaftsbossen.
Musikalisch kommts ziemlich locker und eigenständig daher. Die neuen Operation Ivy sind sie zwar nicht, aber irgendwo zwischen Mighty Mighty Bosstones und den Slackers mit ner ordentlichen Prise Punkrock würd ich das wohl einordnen. Und auch die ruhigeren Stücke "Back to routine" und "Rusty Trombone" wissen voll zu überzeugen.
Also ehrlich, großartige CD! Nur viel zu kurz, 9 Lieder in nicht mal 30 Minuten. Und als letztes Lied auch noch ne Live-Aufnahme - aber die hat es in sich! Ausgerechnet "Filmriss" von der allmächtigen Knochenfabrik wird hier durch die Tröte gejagt. Ich kenn wohl kein Lied, das so oft von niederen Bands gecovert wurde, aber das hier dürfte wirklich das absolute Highlight darstellen: Filmriss auf Ska! Wie verdammt geil ist das?
Tja, nur schade dass es die Band bald nicht mehr gibt - wer dieses Abschiedsmanifest für nen Fünfer erwerben und Ska-Filmriss live hören will, muss sich wohl zur bald anstehenden Abschiedstournee begeben. Pflicht! Und wenn ihr brav seid, dürft ihr die Band dann auch auf ein Schnäpperken einladen! Ja, auch et Carolita! Review
bei Bierschinken online
Blueprint Fanzine
Berlin gilt nicht umsonst als die deutsche Ska-(Punk-)Hochburg schlechthin, und die Offbeat-geneigten Hauptstädter haben in den letzten Jahren Dutzende Bands kommen und gehen sehen. Eine der beständigsten Berliner Ska-Punk-Bands der letzten Jahre ist jedoch zweifelsohne DELIKAT. Zwar waren die Jungs und das Mädel nie überdurchschnittlich produktiv, was die Veröffentlichung von Tonträgern anbelangt, doch sie haben in den letzten Jahren eine beachtliche Livepräsenz gezeigt und sich eine relativ große Fangemeinde erspielt. Doch leider ist damit jetzt Schluss: Nach einer ausgiebigen Abschiedstour haben sich DELIKAT Ende April aufgelöst. Peng, das hat gesessen. Doch zum Trost kommen ihre Fans noch in den Genuss eines Abschiedsalbums, und das hat es durchaus in sich!
Während bereits das selbstbetitelte Vorgängeralbum allseits positive Reaktionen hervorrief, setzt „Death liquor kicks and trombones“ sogar noch eine ganze Schippe oben drauf und zeigt sich stilistisch äußerst vielfältig: Mit Liedern wie „Aimless“, „Faux pas“ oder „The rusty trombone“ werden einige brandheiße Ska-Punk-Kracher ins Rennen geschickt, „Back to routine“ besticht durch groovige Reggae-Elemente, und das deutschsprachige „Wer zuletzt lacht“ entpuppt sich als melodischer Punkrockhit mit fettem Bläserfinale. Neben acht regulären Stücken gibt es quasi als Bonus noch ein Live-Cover des KNOCHENFABRIK-Hits „Filmriss“ zu hören, der stets zum festen Repertoire eines jeden DELIKAT-Konzertes gehörte. So schade die Auflösung auch ist, mit diesem Album wird man die Berliner zumindest in guter Erinnerung behalten. Review
bei Blueprint Fanzine online
In your face
Warum wird man auf wirklich gute Bands eigentlich immer erst aufmerksam, wenn sich die Band schon aufgelöst hat? Diese Frage stellt sich mir auch bei DELIKAT aus Berlin, die im April dieses Jahres nach sechs Jahren Bandgeschichte ihre letzte Show gespielt haben und den Fans nun mit dem Album "Death, Liquor, Kicks and Trombones" ihren letzten Abschiedsgruß entbieten.
Die vier Jungs und das eine Mädel von DELIKAT spielen weitestgehend Ska-Punk und machen ihre Sache dabei ausgezeichnet. Auch, wenn sich die Band größtenteils innerhalb der Grenzen des Genres bewegt, ist der aktuelle Longplayer doch unglaublich abwechslungsreich und sympathisch. Die Spannweite der Songs ist hierbei wirklich beeindruckend: Der Opener "Aimless" klingt ein wenig nach älteren RANCID-Scheiben, die sympathische Fleischfresserhymne "I Eat Meat" erinnert ein wenig an klassischen Rock'n Roll, "Faux Pas" besitzt eine gewisse Melancholie im Stil der MIGHTY MIGHTY BOSSTONES, "Don" glänzt mit dem Einsatz von Orgel und Maultrommel und einem sehr coolen Groove. Neben dem obligatorischen reggaelastigen Track, der anscheinend auf keinem Ska-Album fehlen darf ("Back To Routine") wird auch ein deutschsprachiger Song präsentiert ("Wer zuletzt lacht"), der in Zeiten, wo SILBERMOND und Konsorten mit rührseligem Poprock die Charts regieren, angenehm ehrlich und frisch daher kommt. Mit dem neunten und letzten Track des Albums ("Filmriss", im Original von den Deutschpunklegenden KNOCHENFABRIK) kann sich noch einmal jeder von den Live-Qualitäten von DELIKAT überzeugen, was die Trennung der Band umso mehr schmerzen lässt, da man nun auch nicht mehr in den Genuss eines Live-Auftritts des Quintetts kommen wird.
"Death, Liquor, Kicks and Trombones" ist ein Album geworden, das eigentlich nie langweilig wird und bei dem jeder Song auf seine eigene Art und Weise ins Ohr und in die Beine geht, letztendlich aber einfach jede Menge Spaß macht. Handwerklich gesehen sticht vor allem die gute Arbeit der Bläserfraktion, die sich nicht in den Mittelpunkt stellt, den Liedern aber doch einiges an Drive mitgeben kann, und das unglaubliche Gespür für gute Melodien seitens von Sängers Jojo hervor.
Auch Freunde der gepflegten Stimmungsmusik, die eigentlich wenig mit dem Genre anfangen können, sollten dem Abschiedsalbum von DELIKAT zumindest eine Chance geben. Mit der Bezeichnung als Ska und der Tatsache, dass auch auf deutsch gesungen wird, sind mir persönlich gleich zwei gute Ansätze geboten worden, den letzten Longplayer der Berliner nicht zu mögen, ich habe mich allerdings mit Vergnügen eines Besseren belehren lassen. Als echtes Abschiedsgeschenk wird das Album dann auch noch zum Selbstkostenpreis von fünf Euro vertickt, so, dass man hier einfach zugreifen muss, um sich die Zeit zu vertreiben, während man für eine schnelle Re-Union betet. Review
bei In your face online
Useless Fanzine
Auf die Frage, warum Delikat so kurz vor der Auflösung noch eine Platte veröffentlichen, erhält man ein “Weil die Songs einfach unters Volk gehören” zur Antwort. Die Berliner präsentieren eine Mischung aus Ska und Rock n’ Roll mit eingängigem Gesang, die dazu einlädt das Tanzbein zu schwingen und die ganze Nacht durchzufeiern. Als Schmankerl gibt’s noch den Knochenfabrik Klassiker „Filmriss“ obendrauf. Für jeden Freund der Band als letztes Lebenszeichen eben dieser ein absolutes Muss! Review
bei Useless Fanzine online
Knox
Mit den Worten „Liebe Presseheinis“ werde auf dem Schreiben begrüßt, welches dieser Promo-CD beiliegt. Es folgt die Bitte um ein Review. Elvis hätte so eine Begrüßung wohl mit „Return To Sender“ beantwortet, ich werde mir mal ein bisschen mehr Mühe geben und mir die Scheibe zu Gemüte führen.
Nach einem kurzen Radio-Intro, wie man es schon tausendmal gehört hat, geht es mit dem Opener „Aimless“ los: Poppiger Ska-Punk, der an schnellere Butlers-Songs erinnert. Klingt ganz passabel, zugegebenermaßen sogar ziemlich gut und auf jeden Fall besser, als ich es erwartet hätte. Mit Track 2 wird versucht, noch mal in die gleiche Kerbe zu schlagen, hier allerdings mit höherem Punkanteil. Bei „Faux Pas“ orientiert man sich gesanglich spürbar an den neueren Rancid, was dem Song sehr gut tut. Dieser Einfluss macht sich weniger deutlich immer mal wieder auf dem Album bemerkbar, so zum Beispiel bei „The Rusty Trombone“. Die drei erwähnten Songs würde ich auch nennen, fragte man mich nach den Anspieltipps auf der Scheibe...
Der Rest der neun Songs ist für mich dann weniger interessant. „Back To Routine“ ist mir viel zu langsam und zu langweilig und mit deutschsprachigen Skapunk-Songs wie „Wer zuletzt lacht“ oder „Filmriss“ (ein Knochenfabrik-Cover) weiß ich auch nicht so viel anzufangen. Review bei Knox online
Frau Mansmann - Zu Besuch in der
Boppstraße (BFR-002, 03.08.06)
RilbfhpA online
Ah, was für bescheuerte Vollidioten!!! Ihr habt se ja nicht mehr alle....
Frau Mansmann geben als Vorbild den Herrn Lüer an. Was soll ich denn gezz
bitte noch mehr schreiben? Ach Scheißdreck, wer sich das Teil für
läppsche 4,50 Euro nicht bestellt, isset selber schuld. Kölner Schule
in Berlin gelebt, nicht in Hamburg. Recht so! Am 30.09. mit AUSGANG OST und
BETRUNKEN IM KLAPPSTUHL in Dortmund. Passt wie Faust aufs Auge. Oder wie Nagel
im Kopp. Genitales Werk!! Review
bei RilbfhpA online
Ox Fanzine in der Ausgabe 68
Rotziger und anspruchsloser Punkrock, wie ich ihn liebe. Aggressiv und mit Scheiß-egal-weil-ich-bin-Gott-Attitüde,
ein echter und ehrlicher Lichtblick zwischen dem ganzen restlichen Schrott.
Claus Lüer aka KNOCHENFABRIK, CASANOVAS SCHWULE SEITE und CHEFDENKER hielt
mal wieder als Inspirationsquelle hin - muss ich noch mehr sagen? Das einzige,
was mich nervt: Was soll ich mit einer EP, wieso nur fünf läppische
Lieder? Setzt euch gefälligst auf euren Arsch, ich will mehr!(15:17) (7)
(Katrin Schneider) Review
bei OX Fanzine online
Moloko Plus Online
“Kennst du des Rätsels Lösung schon, ein langer Schlauch aus
Silikon, bei Frauen 22cm lang“ so beginnt ein Song über das Einführen
eines Katheters bei Frauen... äh ja... Ansonsten gibt man sich als besonders
prollig aus und wenn ich nicht wüsste, dass fast ausschließlich UNLUSTIGE
Leute hinter so was stecken, könnte ich sogar ab und zu mal lachen. Ansonsten
finde ich das genau so uninteressant & unlustig wie Supernichts, Casanovas
Schwule Seite, Terrorgruppe ... und die vielen vielen anderen, die in ihren
Liedern so furchtbar betonen, wie prollig sie sind, wie viel sie saufen und
wie oft man sich nach dem täglichen Amoklauf in deutschen Fußgängerzonen
in der eigenen Magensäure gesuhlt hat, nur um am Ende dann doch als Highlight
der Disco im Jugendzentrum das Auflegen einer Siouxie & the Banshees Platte
zu sehen. Hau’ mir ab mit so `nem Mist und geh’ weiter auf die Uni
oder lern’ irgend’nen „alternativen“ Beruf und feier’
da mit deinen voll abgedrehten Leuten, die immer so „unvernünftige
Sachen“ im Suff machen, wie z.B. „einfach so“ im Park in den
Busch pissen... oder such’ Dir einfach endlich `nen Job! – Bezirk
7 Markus Review
bei Moloko Plus online
Delikat - Delikat (BFR-001, 18.09.2004)
In your face
Das große Plus an DELIKAT ist Sänger Le Chrü. Seine Stimme prägt und zieht förmlich durch das ganze Album. Und genau das rettet diese Platte. Denn Gitarren und Trompete sind sich nicht ganz eins. Während der eine Kollege etwas lasch hinterher spielt und so die zum Teil sehr guten Songideen tatenlos vergehen lässt, wirkt die Trompete nur draufgesetzt und mag gar nicht so recht passen. Fast entsteht der Eindruck, das Le Chrü etwas allein gelassen wird.
Die Frage "Wann legt Ihr denn richtig los?" können DELIKAT mit den acht Songs ihrer Scheibe nicht beantworten. Die Spannung, die sich durch hitverdächtige Melodien und den herrlichen kratzigen Gesang aufbaut, verpufft mit dem Ende dieser CD ungenutzt. Das es geht, zeigt "Capitalist Square Garden" - da klappt es mit dem Arschtritt. Also, schnell ein paar Dosen eines leckeren Energydrinks und die Mittelmäßigkeit ist Vergangenheit. Review
bei In your face online
Plastic Bomb in der Ausgabe ???
Skacore aus Berlin ! Und sogar wirklich ausgesprochen guter. 9 Songs im Stile
früherer WOHLSTANDSKINDER oder NGURU. Die Jungs und das Mädel am Schlagzeug
zaubern hier 9 locker, flockige Skapunkstück aus dem Hut, die einiges an
Hitpotential haben. Dabei verstehen sie die Kunst die Songs nicht zu überfrachten,
wie es leider in diesem Genre oft der Fall ist. Nein, sie hören bestimmt
auch die BOSSTONES und nicht nur VOODOO GLOW SKULLS. Auch die zwei deutschen
Songs dreht man nicht peinlich berührt runter. Nee, DELIKAT sind jetzt
schon eine geile Band. Dazu haben sie mit Sicherheit das Ende der Fahnenstange
noch nicht erreicht. Einziger kritikpunkt ist der wirklich schwer zu schreibende
Labelname. Swen.
Moloko Plus Online
Beim ersten Reinhören in die CD der 4 Jungs und einem Mädel aus Berlin
schwang mein Tanzbein gleich rhythmisch mit, obwohl ich, ehrlich gesagt, gar
kein Skapunk Fan bin und eigentlich auch keine Blasinstrumente mag. Die ersten
Songs gingen mir aber doch gleich ins Blut über. Es gibt halt doch diese
gewissen Ausnahmen und Delikat ist wohl definitiv eine Band, die man sich öfters
anhören kann. Neun abwechslungsreiche Melodien mit englischen (okay, eins
davon ist in deutsch) aussagekräftigen Texten,..es wird einfach nicht langweilig
beim Hören. Interessant vor allem für mich, das eine einzige Mädel
spielt Schlagzeug!! Also,.. meine Empfehlung: Kaufen! sandra Review
bei Moloko Plus online
RilbfhpA online
Ska, Rock´n Roll und Punk vereinen die fünf Berliner Musikanten auf
ihrem Debut. Neun Songs knallen uns da in rund 25 Minuten um die Ohren - und
die haben es in sich. Jojo hat ja ein ungemein geschmeidges Stimmchen. Wobei
geschmeidig nicht wirklich das passende Wort ist, denn vielmehr drückt
er mit seiner krächzenden Stimme jedem einzelnen Stück einen besonderes
Stempel der Marke "wow!" auf. Ein weiterer Pluspunkt ist die Abwechslung,
die uns auf diesem Tonträger geboten wird. Neben langsameren Passagen knallt
es auch gehörig, was sich insbesondere beim grandiosen "Capitalist
Square Garden" in voller Güte entlädt. Und um in Sachen Abwechslung
noch einen drauf zu setzen: Neben den sieben englischsprachigen Stücken
werden noch zwei teutschsprachige Songs geliefert, die neben dem bereits erwähnten
meine ganz persönlichen Favoriten sind. Und als ob das nicht alles schon
Grund genug ist, sich das Teilchen zuzulegen, bieten Delikat noch ein weiteres
Sahnehäubchen: Sie haben die mit-beste (fein rausgewunden, was ?!) Trommlerin
der Welt..... - alles in allem auf jeden Fall ein grossartiges Debut, welches
ich Euch uneingeschränkt ans Herz legen kann. Übrinx möglicherweise
auch schon bald live im malerischen Essen zu sehen - Ohren und Augen offen halten!
Review
bei RilbfhpA online
Ox Fanzine in der Ausgabe 59
Was zum Geier ist das für ein Labelname?! Dafür, dass ich den hier
abtippen durfte, müsste es eigentlich schon Punktabzug geben! Nein, bleiben
wir auf dem Teppich und vergessen die sich über die Jahre angestaute Schreiber-Arroganz
mal für zwei Sekunden. Den Punktabzug gibt es natürlich nicht, DELIKAT
hätten ihn an keiner Stelle verdient.
Die fünf Berliner und Berlinerinnen haben ein ganz ordentliches, neun Songs
umfassendes Debüt aufgenommen. DELIKAT spielen sich in 24 Minuten durch
eine nette Mixtur aus Ska und Punkrock, die wechselweise an die rotzigen Momente
von RANCID und die gut gelaunten Melodien der TERRORGRUPPE erinnert.
DELIKAT machen zwar in Sachen Ska-Punkrock nichts neu, demonstrieren mit Stücken
wie "I won't cry" oder "Capitalist square garden" Spielwitz
und Sinn für gute Melodien. Nein, wirklich viel zu meckern gibt es bei
DELIKAT nicht. Vor allem die Stimme von Sänger Le Chrü prägt
die Songs, was der Band gut steht.
Denn weder brüllt der Herr zu sehr, noch hält er sich zu sehr zurück.
Kurz gesagt, sein Organ passt gut zum Sound der Band. Alles in allem ein ordentliches
Album geworden, das mich als Ska-Punkrock-Muffel durchaus positiv stimmt. Bleibt
eigentlich nur zu sagen: Weiter so! (24:45) (07/10) Review
bei OX Fanzine online
|